Sie sind hier: eGo-Saar | Projekte | Geo-Informationssystem
 

Geo-Informationssystem

Beginn:2007

Hintergrund und Entwicklung

 

Ausdehnung der Bedeutung von raumbezogenen Daten bzw. Geodaten

Die Bedeutung von Geodaten wächst stetig an. Schon jetzt werden raumbezogene Daten in großer Menge produziert und teilweise auch schon via Internet angeboten. Viele „Schätze“ lagern noch in den Verwaltungen, werden jedoch noch nicht oder bisher nur in kommunal-internen Netzen zur Nutzung bereitgestellt.

Impulse durch Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie - Zielsetzungen

An dieser Stelle setzt der erste Schritt der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie
(EU-Richtlinie aus dem Jahr 2007, näheres unter: http://europa.eu/legislation_summaries) an. Sie regelt, dass Metadaten, anhand derer man die an verschiedenen Stellen bereits vorhandenen Geobasisdaten (wie Kataster- und Liegenschaftsdaten, geotopographische Daten etc.) oder Fachdaten (Bauleitpläne, Flächennutzungspläne, Schutzgebiete o.ä.), auffinden kann, auf einem zentralen Portal gebündelt veröffentlicht werden sollen.

Durch gesetzliche Regelung ist die Zuständigkeit zur Bereitstellung dieses zentralen Portales an die Koordinierungsstelle GDI-SL im Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen (LKVK) gegangen. Der Zweckverband eGo-Saar arbeitet im GIS-Lenkungsausschuss des Pojekts „Geodaten-Informationsssysteme eng mit der Koordinierungsstelle im LKVK zusammen, um so u.a. einerseits frühzeitig die kommunalen Belange in die Entwicklung einzubringen und andererseits der Koordninerungsstelle GDI-SL als Ansprechstelle für koordinierte Vorgehensweisen und Zulieferungen der INSPIRE-relevanten Komponenenten der kommunalen Seite zur Verfügung zu stehen.

Zum Geoportal.Saarland

 

Projektstand

Erster Projektabschnitt der Metadatenerfassung abgeschlossen

Um die Empfehlungen für die technischen und organisatorischen Verfahrensabläufe zur Erfassung der Metadaten frühzeitig an die Mitgliedskommunen des Zweckverbandes eGo-Saar weitergeben zu können, wurde im Projekt Geodateninformationssysteme (GIS) mit Unterstützung der Fachhochschule Trier, Umweltcampus unter Projektleitung von Prof. Dr. Fischer-Stabel und in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen des Saarlandes (LKVK) eine Handreichung erstellt. So soll sichergestellt werden, dass allen Mitgliedern, insbesondere auch kleineren Kommunen, die Möglichkeit gegeben ist, ihrer Verpflichtung der Lieferung von kommunalen Metadaten zum Anhang 3 bis Mai 2013 nachkommen zu können. Ein Interessensbekundungsverfahren seitens des Zweckverbandes eGo-Saar im Jahr 2011 zeigte eine starke Resonnanz, anhand von Metadaten vorhandener Bauleitpläne sowie der dazu gehörenden darstellenden Plan-Daten die Vorgaben zu erarbeiten, mittels derer die Arbeitsabläufe durchgespielt und mit interessierten Kommunen getestet werden können.

 

Leitfaden zur Metadatenerfassung

 

Schulungsmaterial zur Geometadatenerfas

 

Bereitstellung visualisierter Geodaten am Beispiel der Bebauungspläne

Die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie gemäß § 9 des Saarländischen Geodaten-Infrastrukturgesetzes wird im Saarland koordiniert durch das (LKVK) als ressortübergreifende Kontaktstelle für die GDI-SL. Die Mindest-Qualität von Scandaten und mögliche Arbeitsabläufe (workflows) zur Veröffentlichung von Bebauungsplänen im „GeoPortal.Saarland.de“ wurden von der Koordninierungsstelle bereits beschrieben.

 

Leitfaden zur Digitaliserung von Bauleitplänen

 

Nächste Schritte

Einrichten „Runder Tische“

Im GIS-Lenkungsausschuss vom 30.3.2011 sowie in der GIS-Kompetenzteamsitzung vom 8.6.2011 hat man sich für die Einrichtung so genannter „Runder Tische“ ausgesprochen. Diese sind gedacht als Diskussions- u. Erfahrungsaustausch-Plattform, sowie als Forum für Wissenstransfer, z.B. über die INSPIRE-Umsetzung. In diesen Gruppen soll auch Konsens hergestellt werden, was das weitere Vorgehen in Bezug auf die Bebauungspläne angeht.

Wesentlich für das Gelingen einer Durchführung solcher „Runden Tische“ ist, dass die richtigen Stellen innerhalb der Kommunen angesprochen werden. Da raumbezogene Daten durchaus in verschiedenen Ämtern erstellt werden können, ist dies nicht immer einfach zu bewerkstelligen.

Derzeit wird die Idee und die Zielsetzung der „Runden Tische“ in den Bürgermeisterdienstbesprechungen der Landkreise vorgestellt. Im Nachgang werden die Mitarbeiter der von den einzelnen Städten, Gemeinden und Landkreisen benannten Mitarbeiter der dortigen Geodaten-Fachstellen zu einem ersten „Runden Tisch“ eingeladen. Die Diskussion dort soll einerseits dazu dienen, Effizienzen beim Betrieb von Geoinformationssystemen durch interkommunale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch auszumachen und andererseits die nächsten Schritte zur Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie, nämlich die möglichst kostengünstige Realisierung der die Kommunen betreffenden Annex Themen voranzubringen.

Hierbei ist es erklärtes Ziel, Chancengleichheit herzustellen, so dass auch kleinere Kommunen die Möglichkeit erhalten, Ihren evtl. vorhandenen Verpflichtungen aus der INSPIRE-Richtlinie nachzukommen.

 

Schulungsmaterial zur Geometadatenerfassung